Das Ende der Welt

Die Luft war kalt und klar und der erste Blick war aus dem Fenster nach rechts zur Kathedrale – in der Sonne!

Der erste Weg führte und zu einem Kaffee und anschließend natürlich durch die schönen engen Gassen und in die Kathedrale, in der gerade Messe war. Man durfte jedoch umhergehen und so waren wir unten am Jakobusgrab. Leider wurde während der Messe der beeindruckend große Weihrauchkessel nicht geschwenkt.

Wir schlenderten durch die Gassen sowie über einen Markt und versteckten uns bei den immer wieder aufziehenden Regengüssen in Kaffees.

Gegen zwei Uhr brach ich auf und wollte noch ein Stück nach Norden, nach Muxía zur Nosa Señora da Barca, einer Kirche direkt am Meer, an der Stelle an der Jakobus sich angeblich einen besonderen Segen von der Jungfrau abgeholt haben soll, die der Legende nach mit einem Steinboot hierher gekommen war. 

 

Das Meer war aufgepeitscht und ich hab mir die Gischt eine Weile ins Gesicht nieseln lassen.

Jetzt war es nur noch ein kurzes Stück bis Finisterre und ich fuhr so nah wie möglich an der Küste entlang und konnte so noch einen tollen wilden und leeren Strand entdecken und kam durch einige kleine Dörfer.

Und schon war ich am Leuchtturm von Finisterre.

Meine Unterkunft war etwas mehr als fünf Kilometer entfernt in der kleinen Stadt Fisterre und so bin ich einfach noch mal hoch gejogged, um mich mal wieder richtig auszutoben. 

 

Zum Sonnenuntergang bin ich dann noch mal hoch gefahren und wahrscheinlich zum 17. Mal an diesem Tag auf dem Motorrad nass geworden.

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