Sarajevo – wie auf einem anderen Kontinent

Übrigens war es heute Morgen in Zadar bedeckt und wir wurden auf der Fahrt nach Sarajevo mehrfach heftig nass. 

Am außergewöhnlichsten war sicherlich, dass die Straße zweimal plötzlich von einer Teer- zur teils ausgewaschenen Schlaglochpiste wurde. 

Kroatien auf Nebenstraßen zeigt sich plötzlich von einer ziemlich uneuropäischen Seite nämlich entvölkerte Dörfer. Plötzlich tauchen dann aus dem Nichts Luxuskarossen auf. Die Landschaft ist wild und schön – so zum Beispiel Skradin – und die Straßen scheinen an vielen Ecken die einzige Zivilisation zu sein.

Nach dem Grenzübertritt zu Bosnien-Herzegowina erscheinen die Dörfer richtiggehend deutsch – inklusive runder Regenfallrohre. 

Wir fuhren an mehreren Seen vorbei, zuerst am Buško jezero. Nach einer Mittagspause an einem Pekera gelangten wir auf eine Hochebene – Blidinje – mit den bereits erwähnten Schotterpisten hinunter nach Jablanica am Neretva, wo die ersehnte Tankstelle die 1150 GS von größerem Durst erlöst hat. 

Der Versuch, die Reststrecke nach Sarajevo zeitlich abzukürzen wurde von zwei lustigen Männern in Uniform vereitelt, die uns für das überfahren einer durchgezogenen Linie – noch dazu auf einem Viadukt (!) – mit je 52 bis 156€ strafen wollten, was darin endete, dass wir ohne offizielles Strafmandat mit einem 50€ Schein weniger einfach weiterfahren dürften. Und war es recht, den beiden sicher auch.

 

Sarajevo empfanden wir beide als mehr als lohnenswert, denn die muslimisch dominierte Stadt wirkt endgültig wie auf einem anderen Kontinent und das gerade mal 1000km Luftlinie entfernt von zuhause.

Die Route 

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