In die Berge nach Koyasan (1.9.)

Heute gab es endlich ein japanisches Frühstück. Nicht jeder von uns Vieren hat es gleichermaßen genossen, dich das musste mindestens einmal sein.

Um nach Koyasan zu kommen, mussten wir die breiten Wege verlassen. Vorortzüge von Nara weg haben es nicht eilig, nach großen Abfahrtverzögerungen zuckelte der Zug mit ca. 20 km/h dahin und alle 3-5 Haltepunkte schien man zu überlegen, ob der Zug überhaupt weiterfahren soll. Hatte man uns im Bahnhof Nara von offizieller Seite noch gesagt, wir könnten bis Hashimoto sitzen bleiben, bewahrheitete sich, was in unserem Lonely Planet Reiseführer stand, nämlich, dass man unterwegs zweimal umsteigen muss. In Hashimoto mussten wir zu einer anderen Bahn Gesellschaft wechseln, welche und durch eine Schlucht gondelte und in Koya absetzte, wo wir in eine Standseilbahn umstiegen.

Oben angekommen war das letzte Verkehrsmittel der Bus. So waren wir dann endlich um ca. 15 Uhr an unserem gebuchten Gästehaus, das über 3 Doppelzimmer und 8 Kapseln verfügte.

Koyasan ist ein nationales Heiligtum in Japan, hier gründete Kōbō Daishi nach einer 2 jährigen offensichtlich lehrreichen Reise nach China die buddhistische Sekte Shingon. Es heißt, dass hier der zukünftige wahre Buddha Miroku wiedergeboren werden wird und daher wollen auch alle Buddhisten, die etwas auf sich halten hier oben in der Nähe von Kōbō Daishi begraben sein oder lassen zumindest eine Locke von sich hier beisetzen. So ist der größte Friedhof Japans entstanden mit unzähligen Gräbern unterschiedlichster Gestaltung und Größe, teils riesigen und prächtigen Mausoleen, sogar Firmen wie Nissan und Panasonic haben dergleichen. Wie es allerdings die Trägerrakete auf eines dieser Gräber geschafft hat ist mir ein Rätsel.

Die heiligste Stätte – die Gedenkhalle Oku-no-in für Kōbō Daishi – wird von Mönchen jener Sekte gut bewirtschaftet und fotografieren ist strengstens untersagt.

Der Wald in dem der Friedhof mit 200.000 Grabsteinen liegt übt tatsächlich eine magische Wirkung aus, viele alte Gräber sind von Moos überwachsen und bei Nebel muss es mystisch phantastisch aussehen. 

Auch wenn es heute etwas regnete, hat es dafür leider nicht gereicht.

Doch auch nachts sehen die Wege durch die spezielle Beleuchtung besonders aus.

 

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